Ein ChemCar mit "Lampenfieber"?



Der Film zum ChemCar Projekt der TU Dresden

Auf der diesjährigen ProcessNet-Jahrestagung, welche zusammen mit der ECCE (European Congress of Chemical Engineering) und der ECAB (European Congress of Applied Biotechnology) vom 25.09. bis 29.09.2011 in Berlin stattfand, konnten engagierte Studenten im ChemCar- und im Brauerei-Wettbewerb ihre Arbeiten präsentieren. Für den Brauerei Wettbewerb stellen Studentengruppen ein individuelles Bier her, welches im Geschmack, Herstellungsverfahren und Flaschendesign den kritischen Betrachtungen einer Jury bestehen muss. Im Zuge des ChemCar Wettbewerbs bauen Studenten in Teamarbeit ein Modellauto, dass in einen Schuhkarton passt und als einzige Antriebsquelle eine (bio)-chemische Reaktion nutzt. Da keine Bremssysteme und zeitgebende Einrichtungen erlaubt sind, liegt die Herausforderung in der präzisen Bewältigung einer vor dem Wettbewerb ausgelosten Strecke (10 – 20 m) bei variabler Zuladung (10 – 30 % des Eigengewichtes). Hierbei soll die Vielseitigkeit der Chemie und dessen Nutzbarkeit als Antrieb aufgezeigt werden. Neben der Fahrtauglichkeit wird auch die Originalität des Konzeptes und dessen Vorstellung in Form eines Posters und eines Kurzvortrages durch eine Jury bewertet.



Unter den weiteren 11, für die Endrunde qualifizierten, Studentengruppen waren zwei Teams aus dem Iran und ein Team aus Indonesien. Die TU Dresden wurde durch das Team BridgeRider vertreten, welches vom Lehrstuhl für chemische Verfahrens- und Anlagentechnik (Lehrstuhlinhaber:  Prof. Dr.-Ing. habil. Rüdiger Lange, Betreuer: Dipl.-Ing. Stefan Haase) unterstützt wurde.

Das Team BridgeRider, bestehend aus den Studenten des Chemieingenieurwesens Bastian Brand, Tobias Göcke und Tom Oldach, nutzte den sich bei der enzymkatalysierten chemischen Umsetzung von Kohlendioxid mit Calciumchlorid einstellenden Druckgradienten für den Vortrieb.

Bastian Brand und Tobias Göcke erklären das ChemCar mich kann man downloadenBastian Brand und Tobias Göcke erklären das ChemCar der Jury        Download

Die Jury bewertete die originelle Idee und dessen Präsentation mit dem 3. Platz. Infolge der guten Fahrleistungen konnte das Team sich auf dem 3. Platz behaupten. Leider führte eine verhängte Zeitstrafe zum Verlust der meisten Punkte im Rennen und somit insgesamt zum 8. Platz in der Gesamtwertung.



Den ersten Platz belegte die TU Dortmund, den Zweiten belegte die Universität Bremen und den dritten Platz erreichte die Universität IT Sepuluh Nopember aus Indonesien. Die vollständige Rang-Tabelle gibt es hier!

Es begeisterte die Studenten die im Studium erworbenen Kenntnisse in den Disziplinen Konstruktion und Fertigung, Projektierung, Chemieingenieurwesen und Versuchsplanung praktisch anwenden zu können.

Alle Beteiligten bedanken sich herzlich bei den zahlreichen Sponsoren und Unterstützern: die Firma Parr Instruments, die Gesellschaft von Freunden und Förderern der TU Dresden e.V., die Fakultät Maschinenwesen und den kjVI vom VDI.

Weitere Bilder gibt es hier!

By Tobias Göcke, Stefan Haase
Published: 16. Oktober 2011